Samstag, 31. Oktober 2009
Würdest Du tauschen?
Halloween. Gib mir Süßes oder Saures, ach gib mir Süßes! Wir waren zum Kaffee eigeladen, nach und nach trudelten noch mehr Mütter mit ihren Kindern ein und als die Jungs mit schwarzen Gewänden und schrecklichen Masken endlich losgingen, konnten wir Frauen ein bischen reden. Großes Thema war die neue Schule, aber auch privatere Dinge kamen auf den Tisch. Und siehe da: jede hat ihr Päckchen zu tragen, hinter jeder vermeintlich noch so heilen Welt stecken eigene Themen, die der Betreffenden zu schaffen machen. Bei der einen ist es Streß in der Beziehung, bei der anderen ist es das Alleinsein in der Beziehung, immer wieder aufkommende Meinungsverschiedenheiten, Geldsorgen, Unverständnis des Partners, Unzufriedenheit mit sich selbst, Sorge mit den Kindern... die Liste ist lang und seltsamerweise bin ich heute Abend sehr zufrieden. Ich habe nämlich durch dieses Gespräch gemerkt, dass es mir gut geht. Hört sich paradox an. Ist es nicht: Klar habe ich auch meine Themen, aber als ich da so alles so hörte, habe ich mir überlegt: möchtest Du mir irgend jemand hier tauschen? Und es waren einige da, deren Welt eigentlich nach außen toll glänzt. Die Antwort ist: nein. Ich möchte mit keiner tauschen, lieber meine Probleme und mein Leben als irgendetwas von dem, was ich heute gehört habe. Obwohl das nicht schlimmer oder weniger schlimm war als das was mich beschäftigt, erscheinen mir meine Themen für mich lebbar, lösbar, verbesserbar. Und sie fühlten sich auf einmal gar nicht mehr so wichtig oder groß an, der Gedanke, dass jeder sei Päckchen hat und ich - wenn ich denn schon eins tragen muss, dann bitte schön doch tatsächlich mein eigenes - dieser Gedanke hat mich irgendwie optimistisch gemacht. Ich möchte mit niemand tauschen, meine Aufgaben sind nicht schlimmer oder harmloser als andere auch - mein Leben mit allen leichten und schweren Dingen darf und soll meins bleiben, kein anderes vermeintliches glänzendes Leben möchte ich lieber führen als meins - ja sag mal, was will ich mehr? Ich finde, das ist ein tolles Kompliment an mein Leben!
Freitag, 30. Oktober 2009
Wer aufschiebt hat länger was von seinen Aufgaben!
Es ist Freitag, Otis und ich schauen "Der Terminator", wobei ich nicht schaue, sondern andere Dinge für sinnvoller halte....Ich habe gerade an einen Kunden eine Mail verschickt, in die ich Bilder, Charts etc. der vergangenen 2 Monate einbauen, datieren, sortieren und kennzeichnen musste. Das habe ich die ganze Zeit vor mir her geschoben, weil ich wusste, dass ich in Kleinarbeit alles zusammensuchen musste....eine Aufgabe, die nicht zu meinen liebsten zählt. Ich hätte auch nach jedem Meeting ein Chart erstellen und verschicken können, das wäre weitaus weniger Aufwand gewesen als nun sämtliche Meetings zu rekapitulieren. Aber nach den Meetings hatte ich keine Zeit, musste dringend etwas anderes tun, war gedanklich schon im nächsten Termin und sowieso, das Meeting ist vorbei, was interessiert mich Vergangenes.....naja, um es kurz zu machen, nach dem Meeting hätte das Chart hochladen und verschicken maximal 5 Minuten gedauert, heute hat das Aufarbeite aller 10 Charts fast 2 Stunden gedauert, weil...na, ist klar warum, oder? Das gleiche hatte ich diese Woche mit einem Gespräch, dass ich vor mir her geschoben habe. Ich habe das Gespräch vermieden, weil ich den Ausgang nicht einschätzen konnte, habe mir aber parallel die ganze Zeit eben über diesen möglichen Ausgang Gedanken gemacht, was mich zum einen permanent an das zu führende Gespräch denken ließ und zum anderen mein schlechtes Gefühl wegen des nicht-geführten Gespräch noch verschlimmerte. Kurzum, als ich es dann doch endlich geführt habe, war alles gar nicht so schlimm. Das zusammen mit der unnützen Zeit, die ich heute wegen der Charts vergeudet habe, hat mich eins gelehrt: schiebe es nicht vor dir her, dann dadurch ist die Aufgabe nicht weg, sondern ständig bei dir und macht dir dazu noch ein schlechtes Gewissen, weil du sie noch nicht erledigt hast. Und: Egal was es ist, es bekommt dadurch einen viel zu hohen Stellenwert, einen negativen noch dazu. Nein, soviel Macht und Einfluss möchte ich ungeliebten Aufgaben nicht mehr geben, ich habe mir ein Ziel gesetzt, was Platz macht für die schönen Dinge: ab jetzt widme ich etwas, was ich nicht gern tun mag, sowenig Zeit wie es nur möglich ist, weder gedanklich noch praktisch. Gute Idee, oder.....? Bis morgen, was für ein schönes Gefühl, es steht nichts auf meinem Zettel was drückt und nervt!
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Never trifle someone, be always respectful.
Today´s my English day and everything possible I did and do, I do in English. So, hi there! Today I have spoken with a friend and she told me about some difficulties in her relationship. They had a discussion about his ideas. He wants to study geography because he thinks it would be a good addition to his current job, he is a special architect, I don´t know exactly and it doesn´t matter here. He has already ordered information, has read material from universitiy and obviously he loves to do it and prepare himself. She thinks that it´s not necessary and needless. She thinks what he´s doing is overdone (because he has already one academic grade) and there´s no need to do it. That is ok so far, it is her opinion and she can discuss it with him - perhaps it helps him to review it and to make sure that he is on the right way. But then she told me how she has discussed with him and that was notable. She called it a plan of a poser, for whom should it be important to have 2 academic studies than for a poser. She said that it would not be worth the time, etc. She was assessing his plans, she seemed to know and to decide if his plan to study was ok or not. I pricked up my ears because first I liked the discussion they had about it because I think in a relationship it is good to reflect the things the other one is doing. But her judges and behaviour were far too much. I became contemplative, I thought about situations in my life, do I judge as well? How tolerant am I, do I cherish the opinion of others, of my partner, my best friend, my son...? How do I behave when I don´t like their ideas, is my reaction fair or do I try to enforce my opinion (because I think I know it better...)??? I don´t know yet but I will watch myself because as I heard from my friend what she did, I was sure that I don´t want to do the same. Never.
Das Glück der Unerreichbarkeit
Puh, ich kam nicht zum Schlafen, weil immer, wenn ich dachte Baby-Pippa schläft jetzt, stand ich auf und - peng, Augen auf! Das Spiel haben wir ich weiss nicht wie oft gespielt - jetzt habe ich es geschafft, da bin ich wieder. Heute war ein schöner Tag mit viel Besuch, der inspirierend, nett und lustig war, Job war ok, die kids waren entspannt und ich auch, denn ich habe heute mal etwas ausprobiert, was super funktioniert hat. Nachdem irgendwie alle Leitungen klingelten, Handy, SMS, Festnetz, Türklingel, Mail, Facebook und so weiter und ich schon anfing leicht genervt zu werden, beschloss ich, diesem Ansturm noch standzuhalten, dann aber eine Zeitspanne der Unerreichbarkeit einzubauen. Pause. Kommunikationsstop. Durchatmen. Runterkommen. Ruhe. Auftanken. 1 Stunde habe ich mir das Glück der Unerreichbarkeit gegönnt, von hier aus viele Grüsse an Miriam Meckel, die ein herrliches Buch darüber geschrieben hat, - und diese Zeit war eine Insel der Entspannung und Ruhe. Ich habe trotzdem weiter gearbeitet, aber eben ohne Kontakt nach aussen. Was dieses Gefühl ausmacht, sich einer Sache ganz hingeben zu können, zu wissen, ich kann durch nichts von aussen gestört werden, weil ich es nicht ermögliche - toll. Ich, die Königin des Multitasking, entdecke den Wert des Singletasking. Das war so gut, das mache ich jetzt jeden Tag für 1 Stunde. Bis gleich!
Dienstag, 27. Oktober 2009
Sei Deine beste Freundin!
Guten Morgen! Heute mache ich mit mir einen "Beste Freundin-Tag", das heisst, heute bin ich zu mir, wie ich zu meiner besten Feundin bin. Ich werde die Dinge, die mir passieren, mal aus einer ganz anderen Brille sehen, nämlich hoffentlich nicht ganz so persönlich und kritisch und streng, sondern wohlwollend, großzügig und humorvoll. Und was macht man mit der besten Freundin: Man bringt ihr etwas Schönes mit oder zeigt sein Gefühl durch ein kleines Geschenk...genau das werde ich auch tun. In diesem Sinne, Dir und mir einen schönen Tag!
Montag, 26. Oktober 2009
Alles ist änderbar.
Kennst du das Gefühl, 1000 Dinge erledigen zu müssen? Dass 24 Stunden nicht reichen? Dass die meisten Sachen sofort und jetzt erledigt werden müssen? Hhm, ich auch. Ich fange dann an zu funktionieren, erst das, dann das, danach das Nächste....und ich erledige dann (meist) auch alles mit dem Gefühl, dass es dringend und unaufschiebbar ist.
Wie verschiebbar und änderbar alle Dinge und Termine sind, habe ich heute wieder gesehen.
Heute bekam ich erst die Nachricht, dass mein Kindermädchen krank ist - bis Mittwoch bin ich damit beruflich still gelegt, alle Termine und Buchungen muss ich absagen und verschieben....und dann kam dazu, dass Otis krank wurde, bis Donnerstag nicht in die Schule darf und heute auch so schlapp war, dass ich neben Arzt-Besuch und Tee kochen oder Fieber messen zu nichts anderem kam. Ich fühle mich im Leerlauf, weil ich nichts tue, was nach aussen gerichtet ist, ich halte nur das Rad hier intern am Laufen, kann aber weder arbeiten noch Besuch empfangen geschweige denn länger wegbleiben als gerade mal zum Einkaufen.
So, und wie war das jetzt mit all den dringenden Terminen? Mit all den Sachen, die unbedingt sein müssen?
An solchen Tagen wie heute denke ich, dass nichts so festgelegt ist, wie es mir oft erscheint. Dass ich Dinge festlege, aber dass ich eigentlich eine viel größere Flexibilität habe als ich denke. Dass nur ganz wenig sein muss - und ich nur denke, dass ganz viel sein soll.
Ein krankes Kind, ein fehlendes Kindermädchen - das kann mich stoppen - aber was müsste eigentlich mit mir passieren, damit ich für mich mal einen Gang runterschalte? Ein gebrochenes Bein oder irgendetwas, was mich ans Bett fesselt, mich wirklich ausbremst.... wie schlimm muss der Break sein, der mich zum "Um-mich-kümmern" bringt? Leider wohl irgendetwas schlimmeres als der einfache Gedanke, "so tut Dir das nicht gut, stop, änder was, plan das nicht so, teil Dir Deine Kräfte ein...."
Schön, dass ich heute mal wieder gesehen habe, dass es geht, dass die Erde sich tatsächlich weiterdreht, wenn ich langsamer mache - vielleicht schaffe ich das ja auch mal aus eigenem Antrieb, ohne höhere Gewalt....
.
Sonntag, 25. Oktober 2009
Wie wecke ich das Kind in mir?
Was für ein wunderschöner Sonntag! Es war warm, es war herbstlich, es war leer in der Stadt, so dass der Spaziergang durch die Strassen entspannend und sogar erfrischend war. Aber das Schönste heute war laut Musik zu hören, alles mögliche durcheinander.....ich habe das solange nicht gemacht, Musik an, laut, mitsingen und mich so von der Musik durchdringen lassen, dass ich mich schließlich dazu bewegen muss. Das macht den Kopf frei, und war einfach mal wieder schön, so unbeschwert zu sein.
Ich habe auch an nichts anderes gedacht, geht auch gar nicht, wenn ich mitsinge....toll! Mir machte das Superspass und auch Pippa, sie strahlte und gluckste und wollte mehr, schneller, wilder.....Otis schüttelte erst den Kopf, konnte dann aber auch nicht widerstehen....und wir zusammen dann, rockend im Flur, das ist ein echtes Stück vom Glück!
Samstag, 24. Oktober 2009
Sei großzügig - mit Dir!
Wochenende! Nachdem wir schon ganz früh wach waren, weil Baby Pippa egal war, dass wir heute länger schlafen konnten, stand ich also auf, machte uns einen Kaffee und gedachte in den Tag zu starten. Ich wollte endlich mal ein paar Dinge erledigen, so wichtiges wie Kochtöpfe kaufen, Otis zum Frisör bringen, einkaufen, die Wohnung auf Vordermann bringen und so weiter. Das hatte ich schon die ganze Woche vor, denn in der letzten bin ich nicht dazu gekommen und in der nächste Woche stehen die Chancen schlecht, weil ich soviel unterwegs sein werde. Also dachte ich mir, nutz´ den Samstag und erledige das alles! Aber relativ schnell wurde Pippa wieder müde und ich hatte nun die Wahl, noch mal mit Pippa eine Stunde schlafen oder Pippa schlafen legen und mit meinen geplanten Arbeiten beginnen.
Was wäre das toll, jetzt eine Stunde richtig Gas geben und danach wäre schon mal alles ordentlich und sauber hier. - Ich habe sowenig geschlafen, eine Stunde Schlaf zusätzlich wäre einfach himmlisch...- Komm, reiss Dich zusammen, Du hast soviel zu tun, mach das jetzt erst.... - Nein, komm, geh noch mal ins Bett, sei nicht immer so diszipliniert.... -
Engelchen und Teufelchen sassen auf meinen Schultern und diskutierten eifrig, was zu tun sei.
Engelchen und Teufelchen sassen auf meinen Schultern und diskutierten eifrig, was zu tun sei.
Der Kopf zwischen den beiden fällte dann die Entscheidung:
Es ist Samstag, ich habe diese Woche viel gearbeitet, ich bin eigentlich noch müde und würde so gern noch schlafen. Ich habe die ganze Woche Disziplin gezeigt, ich habe artig meine Pflicht erfüllt.
Da darf ich heute mal Fünfe gerade sein lassen. Da darf ich heute mal schlafen, wenn mir nach schlafen ist, da darf ich heute mal langsamer machen.
Engelchen oder Teufelchen, wer hat jetzt gewonnen? In den Augen der Disziplin das Teufelchen, in den Augen meiner Lebenslust das Engelchen.
Egal wer es war, ich habe noch ein Stunde geschlafen und es war toll. Ich konnte noch ein wenig mit Pippa kuscheln, dann haben wir schön geschlafen und waren beide danach ausgeschlafen. Na, Pippa ganz und ich mehr als vorher. Aber das Beste: ich hatte kein schlechtes Gewissen, dass ich mich für das Schlafen entschieden habe. Es gibt Zeiten für Disziplin und es gibt Zeiten für laissez-faire. Ich muss nicht immer diszipliniert sein, ich muss nicht immer funktionieren. Ich darf auch mal locker lassen. Und das fühlte sich heute Morgen richtig und gut an.
Ach übrigens, ich habe dann trotzdem noch ganz schön viel von meinem "Aufgabenzettel" geschafft....
Freitag, 23. Oktober 2009
Eigenlob stinkt nicht.
Heute war es super. Unser Workshop ist super gelaufen, ich hatte heute morgen schon richtig Lust darauf und so wurde er dann auch. Kunde und Teilnehmer waren entspannt, alles klappte, um 17 Uhr waren wir fertig, der Kunde war mit dem Ergebnis zufríeden, was mich natürlich gefreut hat. Ich finde, dass ich dafür eine Belohnung verdient habe. Was wäre am Freitag eine schöne Belohnung, so zum Wochenausklang, nach einem arbeitsreichen, aber erfolgreichen Tag? Genau, ein schönes Essen! 4 Stunden haben wir gekocht und gegessen, göttlich, was wir da gezaubert haben! Jetzt bin ich kugelrund, aber zufrieden - und freue mich auf ein ruhiges Wochenende.
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Stress entsteht durch Kontrollverlust oder Die Kunst nicht ferngesteuert zu werden.
Kennst Du das? Der Tag ist nicht Deiner, von Anfang an. Ich hatte heute so einen, es begann morgens mit dem ersten Termin um 8, eigentlich alles in time, und dann möchte Baby-Pippa nochmal essen bevor ich gehe....gestillt werden, um genau zu sein, und das kann nun mal nur ich. Danach bin ich dann hektisch rausgetürmt, kam zwar pünktlich, aber außer Atem an - um dann zu hören, dass mein Termin 15 Minuten später beginnt. Damit verschoben sich alle nachfolgenden Termine und ich hetzte von einem "Muß" zum Nächsten. Ich mußte danach schnell nach Hause fahren, weil mein Kindermädchen weg musste, ich musste schnell noch mit Otis in die Stadt, weil er im James Bond Fieber eine bestimmte Pistole kaufen musste, unbedingt heute..., ich musste dann noch schnell einkaufen....kochen, telefonieren, neue Termine machen, das Wochenende planen und und und. Als ich dann irgendwann da stand und mich zwischen einer müden Pippa, einem klingelnden Handy und der Türglocke entscheiden sollte, da schrie ich innerlich auf: "Aaaaaahhhhh, hilfe, was wollt ihr alle von mir?" Ich entschied mich für alles 3, beendete aber ganz schnell das Telefonat, schloss schnell wieder Tür und sagte laut STOP. Muss ich das wirklich alles tun? Bin ich wirklich für alles verantwortlich? Laufen die Dinge wirklich nicht ohne mich? Kann ich wirklich alles am besten selbst?
Auch wenn ich innerlich skeptisch war, ich dachte mir, dass es so nicht sein kann. Und ich stoppte dann tatsächlich."Es ist mir jetzt völlig egal, was alle von mir wollen, ich schaue jetzt, was wirklich wichtig ist und was ich tatsächlich sofort machen muss."
Und siehe da, es gab Telefonate, die hatten Zeit bis morgen, es gab Dinge, die ich gar nicht selbst erledigen musste und es gab Dinge, die musste ich gar nicht tun. Kurzum, ich übernahm das Ruder, ich liess mich nicht mehr treiben und fremdsteuern von meiner Überzeugung, wenn ich es nicht mache, macht es keiner (so gut wie ich..), nein, ich schaute , wie wichtig das, was ich da alles auf meinem Zettel hatte, wirklich war. Und siehe da, es gab natürlich immer noch viele Dinge, die ich heute erledigen wollte - aber es gab auch einiges, was ich nicht tun wollte. Allein das Gefühl, selbst zu bestimmen und in meinem Tagesablauf bewusst Regie zu führen, ent-stresste mich schon. Bewusst Entscheidungen zu treffen, zu überlegen, wann ich was machen möchte, ob ich es machen möchte, wie wichtig dies oder das wirklich ist, all das gab mir ein besseres Gefühl. Die Dinge bekamen auch eine andere Wichtigkeit, Intensität, ich merkte erstmal richtig, was ich da tat. Ich tat die Dinge bewußter und das fühlte und fühlt sich super an. So, und jetzt muß, nein - möchte ich die Füße hoch legen....das fühlt sich nämlich auch ganz toll an!
Auch wenn ich innerlich skeptisch war, ich dachte mir, dass es so nicht sein kann. Und ich stoppte dann tatsächlich."Es ist mir jetzt völlig egal, was alle von mir wollen, ich schaue jetzt, was wirklich wichtig ist und was ich tatsächlich sofort machen muss."
Und siehe da, es gab Telefonate, die hatten Zeit bis morgen, es gab Dinge, die ich gar nicht selbst erledigen musste und es gab Dinge, die musste ich gar nicht tun. Kurzum, ich übernahm das Ruder, ich liess mich nicht mehr treiben und fremdsteuern von meiner Überzeugung, wenn ich es nicht mache, macht es keiner (so gut wie ich..), nein, ich schaute , wie wichtig das, was ich da alles auf meinem Zettel hatte, wirklich war. Und siehe da, es gab natürlich immer noch viele Dinge, die ich heute erledigen wollte - aber es gab auch einiges, was ich nicht tun wollte. Allein das Gefühl, selbst zu bestimmen und in meinem Tagesablauf bewusst Regie zu führen, ent-stresste mich schon. Bewusst Entscheidungen zu treffen, zu überlegen, wann ich was machen möchte, ob ich es machen möchte, wie wichtig dies oder das wirklich ist, all das gab mir ein besseres Gefühl. Die Dinge bekamen auch eine andere Wichtigkeit, Intensität, ich merkte erstmal richtig, was ich da tat. Ich tat die Dinge bewußter und das fühlte und fühlt sich super an. So, und jetzt muß, nein - möchte ich die Füße hoch legen....das fühlt sich nämlich auch ganz toll an!
Mittwoch, 21. Oktober 2009
Natur als Energiegeber
Heute war ich auf dem Land Otis abholen....wir haben dann den ganzen Tag dort verbracht, was wunderschön war. Ein toller Herbsttag, wir waren viel draussen, zwischen Fluss, Wald und Feldern, auf denen Kühe standen, die ab 17 Uhr kräftig laut waren. Allein diese Kühe waren toll, wann hast du das letzte Mal eine Kuh muhen gehört?? Ein komplett andere Welt, für mich Städterin einfach nur schön, keine Hektikgeräusche, kein Generve, alles läuft viel ruhiger ab. Dieses raus aus aus aller Hektik habe ich sehr genossen, ich hatte kaum Empfang mit meinem Handy dort, was noch mal zusätzliche Ruhe brachte. Einen Tag war ich dort, von morgens bis abends, und es war wie eine Auszeit, im wahrsten Sinne des Wortes frische Luft schnappen und auftanken. Ganz bewußt habe ich diese wunderschöne Natur aufgenommen, die Herbstblätter, die Sonne, die das Ganze in ein goldenes Licht tauchte, der kalte Wind, der so gut tat im Gesicht. Man müßte sein Leben teilen können, die Woche über in der Stadt arbeiten und all die schönen Dinge genießen, die eine Stadt bietet und dann zum Wochenende raus auf´s Land. Dann hätte man Inspiration auf zweierlei Art. Das urbane, schillernde, laute, abwechslungsreiche Leben, dass ich genauso brauche wie die Ruhe heute im Wald. Das hat so gut getan, dass ich ab jetzt regelmäßig am Wochenende rausfahren werde. Faulenzen zuhause ist gut und entspannt auch, aber ein Tag am Wochenende soll ab jetzt unter dem Motto Natur stehen. Die Seele wird gelüftet, der Kopf einmal durchgeblasen, die Gedanken ordnen sich neu - und das alles wegen einer Überladung frischer Luft. Das ist Energie pur. Das nehme ich mir fest vor, 1 grüner Tag pro Woche, und wer weiss, vielleicht kann ich das ja nächstes Jahr so ausbauen, dass da ganze Wochenende heraus entstehen. Und ich jetzt gehe ich schlafen, frische Luft macht müüüüdeeeee.....
Dienstag, 20. Oktober 2009
Just do it, But do it different.
Today is my English day. Every week, I choose one day as my English day. At these days, I do everything in English: I talk in English, write notes and letters and mails in English, read English books (this I do on other days as well...), buy an English newspaper - and it feels amazing. I am another person on these days, of course it´s good for my vocabularies, grammar - but and especially for my soul as well because I make a break from daily life and all these things which happen to be done automatically. Speaking English is like a STOP, I have to think about things, how to express them, yes, what do I want to say and how to do it. I am much smoother on my English days, because for me English is much more emotionally than German - and so I am today. My kids have got accustomed to it. Pippa-Baby understands every language as long as I express my love, Otis doesn´t, but for him it is a good practise as well. If sometimes it isn´t possible to have a ful English day, I do everything belonging to me in English: reading English newspapers, watching an English film, thinking English and talking to myself in English. It feels like holidays and it´s so easy - just change your language and feel different. CU!
Inspiration zulassen
...hatte Besuch, und obwohl ich so müde war und eigentlich fast abgesagt hätte, bin jetzt doch froh, dass er da war. Einfach mal reden, neue Dinge erfahren, neue Ansichten hören, gemeinsame Ideen spinnen....manchmal doch besser als allein zu entspannen....und trotz aller Müdigkeit doch energiespendend! Aber jetzt: gute Nacht!
Montag, 19. Oktober 2009
Step by Step mit Zuckerstückchen
Wieder ein Montag! Und dass in den Ferien, wenn ausser mir gefühlt niemand so richtig aufstehen muss. Aber nachdem ich Otis zu Freunden auf´s Land verschickt habe, ging es schon mal ein wenig besser. Wenn ich arbeiten muss und parallel ein Feriengesicht vor Augen habe....das ist doch Quälerei! Na, viel besser ist die to do-Liste von heute auch nicht - viel Schreibarbeit, Ablage, Buchhaltung - alles Sachen, die nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehören. Aber, es hilft alles nichts....Was mir hilft an solchen Tagen ist die Aufgabenliste in Zwischenschritte einzuteilen. Bis 11 Uhr mache ich das, dann bis 13 Uhr das, danach bis 15 Uhr dieses.....und in den Pausen zwischen den jeweiligen Zwischenschritten, da mache ich schöne Dinge. Gönne mir etwas für die bis dato getane Arbeit. Hol mir zum Beispiel bei Starbucks einen leckeren Kaffee, geh eine Runde spazieren, rufe einen lieben Menschen an, lese "Mein Herz so weiss" weiter - oder schreibe wie jetzt in meinem Blog. Wenn mein Tag so mit Pflicht und Vergnügen durchsetzt ist, dann verliert die Pflicht ihren Schrecken. Ich habe jetzt noch 2 Steps vor mir - und freu mich schon, mir gleich in der nächsten Pause das lang ersehnte Paket von meiner Freundin aus London abzuholen....welches ich dann zum Schluss des Tages öffnen darf.....wer hat gesagt der Montag ist kein guter Tag? Ich wünsch Dir einen schönen Wochenstart!
Sonntag, 18. Oktober 2009
Die Seele baumeln lassen...
...und es tat gut, nichts zu tun. Oder fast nichts. Gott sei Dank habe ich es geschafft, die Sonnenstrahlen zu genießen, das war ein toller Herbsttag. Pippa-Baby hat schön in der Sonne geschlafen und ich habe beim Spazierengehen gemerkt, dass ich heute gern ganz tief im Wald gewesen wär. Ohne Menschen und Autos, nur Natur. Das tut mir auch manchmal gut, ganz raus aus der Stadt, in die Stille eines Waldes oder an einen See zu fahren und dort zu laufen, zu sitzen und mal nichts zu sehen und zu hören was mit Verkehr oder Menschenmassen zu tun hat. Einfach nur dem Knacken der Äste lauschen, dem Plätschern von Wasser oder dem Rauschen des Windes. Wenn ich dann durchgelüftet bin, dann kann ich auch wieder ins Stadtleben eintauchen , ja, dann mancht es mir sogar Spass wieder im Trubel zu sein. Ohne das eine fehlt mir das andere und umgekehrt.....deshalb freue ich mich jetzt nach soviel Entspannung auch wieder auf den Alltag morgen....gute Nacht!
Der Gott der kleinen Dinge
Was macht eigentlich einen guten Sonntagmorgen? ... 2 geliebte Augen, die mich anschauen beim Wachwerden.....die Guten-Morgen-SMS, die ich von einem lieben Menschen bekomme.....die Freundin, die mich anruft, weil sie weiss, dass ausser uns beiden sonst noch niemand wach ist.....der Latte Macchiato, mit dem ich noch ganz allein den Tag begrüßen kann.....der nasse Baby-Kuss, den mir Pippa gibt....Otis, wenn er verschlafen aus seinem Zimmer kriecht und es trotzdem schafft guten Morgen zu sagen (und sich selbst übertrifft und ohne Diskussion frische Brötchen holt...so wie heute, wow!!!).....das Frühstück, das ich jetzt machen darf -))
Samstag, 17. Oktober 2009
Männer und Frauen....
10 Uhr, Baby-Pippa schläft, Otis guckt mit seinem Freund James Bond und die beiden gickstern bei jeder Kussszene. Da James gerne und viel küsst, gickstern die beiden die ganze Zeit....und eröffnen jetzt eine Diskussion über die Bondgirls....Octopussy war geil - war das ein Bondgirl oder der Titel? Na egal, so entstehen Experten, 2 Elfjährige, die alles über Frauen wissen ;-)). Ich schmunzel und freue mich über einen entspannten Samstagabend!
Abonnieren
Posts (Atom)