Freitag, 30. Oktober 2009
Wer aufschiebt hat länger was von seinen Aufgaben!
Es ist Freitag, Otis und ich schauen "Der Terminator", wobei ich nicht schaue, sondern andere Dinge für sinnvoller halte....Ich habe gerade an einen Kunden eine Mail verschickt, in die ich Bilder, Charts etc. der vergangenen 2 Monate einbauen, datieren, sortieren und kennzeichnen musste. Das habe ich die ganze Zeit vor mir her geschoben, weil ich wusste, dass ich in Kleinarbeit alles zusammensuchen musste....eine Aufgabe, die nicht zu meinen liebsten zählt. Ich hätte auch nach jedem Meeting ein Chart erstellen und verschicken können, das wäre weitaus weniger Aufwand gewesen als nun sämtliche Meetings zu rekapitulieren. Aber nach den Meetings hatte ich keine Zeit, musste dringend etwas anderes tun, war gedanklich schon im nächsten Termin und sowieso, das Meeting ist vorbei, was interessiert mich Vergangenes.....naja, um es kurz zu machen, nach dem Meeting hätte das Chart hochladen und verschicken maximal 5 Minuten gedauert, heute hat das Aufarbeite aller 10 Charts fast 2 Stunden gedauert, weil...na, ist klar warum, oder? Das gleiche hatte ich diese Woche mit einem Gespräch, dass ich vor mir her geschoben habe. Ich habe das Gespräch vermieden, weil ich den Ausgang nicht einschätzen konnte, habe mir aber parallel die ganze Zeit eben über diesen möglichen Ausgang Gedanken gemacht, was mich zum einen permanent an das zu führende Gespräch denken ließ und zum anderen mein schlechtes Gefühl wegen des nicht-geführten Gespräch noch verschlimmerte. Kurzum, als ich es dann doch endlich geführt habe, war alles gar nicht so schlimm. Das zusammen mit der unnützen Zeit, die ich heute wegen der Charts vergeudet habe, hat mich eins gelehrt: schiebe es nicht vor dir her, dann dadurch ist die Aufgabe nicht weg, sondern ständig bei dir und macht dir dazu noch ein schlechtes Gewissen, weil du sie noch nicht erledigt hast. Und: Egal was es ist, es bekommt dadurch einen viel zu hohen Stellenwert, einen negativen noch dazu. Nein, soviel Macht und Einfluss möchte ich ungeliebten Aufgaben nicht mehr geben, ich habe mir ein Ziel gesetzt, was Platz macht für die schönen Dinge: ab jetzt widme ich etwas, was ich nicht gern tun mag, sowenig Zeit wie es nur möglich ist, weder gedanklich noch praktisch. Gute Idee, oder.....? Bis morgen, was für ein schönes Gefühl, es steht nichts auf meinem Zettel was drückt und nervt!
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