Dienstag, 9. Juni 2015

Berührt...

Heute gebe ich Euch einfach mal etwas weiter, was mich gestern sehr berührt hat:

Ein Top-Manager des Siemens-Konzerns hat sich im Februar diesen Jahres suizidiert. Bei der Trauerfeier hielten die zwei erwachsenen Töchter eine Rede, eigentlich mehr eine Ansprache, die mich sehr berührt hat:

Sie baten um Entschuldigung, dass sie heute keine gemeinsamen Erlebnisse mit dem Vater teilen wollen, stattdessen wollten sie drei Bitten an die 500 Versammelten richten, die sie im Wechsel vortrugen:

Die erste Bitte: "Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Kinder, auch wenn Ihre Kinder diese Zeit nicht einfordern." Sie hätten den Vater nie bei der Arbeit gestört, weil sie keine weitere Verpflichtung hätten sein wollen. Später, als es mehr Zeit gegeben hätte, seien sie zu sehr mit erwachsen werden beschäftigt gewesen." Das war ein Fehler."

Die zweite Bitte: "Sagen Sie Ihren Kindern, dass Sie sie lieb haben und dass Sie stolz auf sie sind." Als sie Mutter gefragt hätten, ob der Vater sie liebe, sei ihre Antwort gewesen: "Euer Vater arbeitet soviel, weil er euch so lieb hat." Er habe der Familie materielle Sicherheit bieten wollen. "Doch was", fragten die Töchter, "sind nun alle materiellen Güter gegen einen Vater, der uns nicht mehr zum Traualtar führen kann?"

Schließlich die dritte Bitte: "Sprechen Sie mit Ihren Kindern über Ihre Gefühle." Ihr Vater habe stets Probleme mit sich selbst ausgemacht, seine Sorgen kaum jemandem anvertraut. Der letzte Appell lautete: "Bitten Sie Ihre Familie um Hilfe!"


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