In unserem Gespräch erzählte sie mir ausschließlich Beispiele, was nicht klappt, ihre Erfolgserlebnisse musste ich ihr quasi aus der Nase ziehen - ihr Blick war rein auf das gerichtet, was sie nicht gut oder vermeintlich gar nicht kann.
Das schwächt natürlich doppelt: erstens verunsichert es stark, wenn ich nur meine Defizite sehe und zweitens wirkt es wie eine selbsterfüllende Prophezeiung...wenn ich weiß, dass ich es nicht kann, gehe ich genau mit dem Gefühl an meine Aufgaben heran und dass die dann nicht gut werden können, ist wohl klar.
Ich habe dann nur noch nach Erfolgsgeschichten gefragt, nach Stärken, Kompetenzen, Dingen, die ihr aufgrund dessen, was sie kann, gelungen sind. Das wird sie natürlich nicht zu einer Präsentationskönigin machen, aber es stärkt ihr Selbst-Bewußtsein im wahrsten Sinne des Wortes. Und aus einem gestärktem Selbstbewusstsein kann Selbstsicherheit entstehen und irgendwann eine gewisse Gelassenheit.
Deshalb achte stets darauf, was du gut machst und sei dessen bewusst...das ist die Basis für alles!
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