Montag, 4. Januar 2010

Loben tut gut.

Der erste Arbeitstag, es läuft wieder, das Rad. Es war ein schöner Start heute, die meisten, die ich traf, waren gut gelaunt, freuten sich, auch mal wieder Menschen außerhalbs ihres Familien- oder engeren Freundeskreises zu sehen. Das macht natürlich gute Stimmung, wenn ein "Guten Morgen" von einem Wiedersehens-Hallo begleitet ist. Sehr nachdenklich hat mich eine Begegnung gemacht.

Ich traf einen Kollegen, wir sprachen über laufende Projekte und Themen, die gerade im Raum stehen. Nach einigen Minuten wechselte er das Thema und sprach mich auf eine persönliche Sache an.
Er sagte mir, dass er mein Verhalten und meine Herangehensweise ganz toll findet und .... führte sein Lob sehr ausführlich aus, warum er das findet, was an meinem Verhalten und warum er das für erwähnenswert hält.
Ich war sehr erfreut und auch sehr gerührt, das Lob bereitet mir ein gutes Gefühl und ist eine schöne Motivation. Es tat und tut einfach gut.

Als ich diese Wirkung spürte, habe ich mir überlegt, wann ich eigentlich jemand gelobt habe. Meine Kinder lobe ich regelmäßig, unsere Nanny habe ich vor Kurzem gelobt und ich weiß, dass sie das sehr gefreut und stärker motiviert hat, als eine monetäre Belohnung.

Aber wann habe ich meinen Partner und Freunde ausdrücklich gelobt? Wann habe ich Menschen in meiner direkten Umgebung gesagt, dass es toll ist, dass sie das oder das tun?
Wann ist mir überhaupt aufgefallen, dass jemand in meiner Nähe etwas Gutes oder Lobenswertes tut?

Wie lobe ich eigentlich? Kurz und bündig, weil es mir fast unangenehm ist, ein Lob auszusprechen oder lobe ich so ausführlich wie heute mein Kollege bei mir?
Oder lobe ich lieber per SMS? Oder per Mail? Weil es mir schriftlich leichter fällt?
Lobe ich überhaupt?

Mir hat das Lob heute sehr gut getan und dieses Gefühl möchte ich gern weitergeben. Deshalb werde ich jetzt genauer darauf achten, ob ich lobe und wie.

Ein schöner Gedanke, eine Lobkultur zu etablieren.




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