Freitag, 4. Dezember 2009

Die Kraft der inneren Bilder.

In Zeiten, in denen es stressig ist, versuche ich Ruhe hineinzubringen. Wenn die negativen Gedanken mich einholen und Befürchtungen und Sorgen Besitz von mir nehmen wollen, dann geht es für mich darum, diese Negativspirale zu stoppen. Ich führe mir vor Augen, was ich alles schon unternommen habe, um dem Stress entgegenzutreten. Pläne, Lösungen, eben alles, was ich mir schon dazu überlegt habe.

Wer solche Situationen kennt, weiss, dass die Sorgen und Befürchtungen trotzdem immer wieder hochkommen. Eigentlich sind sie aber völlig sinnlos, wenn ich mir schon Lösungsversuche überlegt habe. Sie ziehen mich nur runter, vergrößern den Stress und schränken mich in meiner Handlungsfähigkeit ein.

Deshalb arbeite ich den negativen Gedanken entgegen. Ich mache mir meine Lösungen bewusst und sage mir dann, dass ich nicht weiter daran denken möchte. Das klappt nicht immer. Wenn nicht, dann denke ich an andere Dinge, denn so kann ich mein Gehirn austricksen: man kann nicht 2 Gedanken auf einmal denken. Und das mache ich mir zunutze.
Ich rufe mir Situationen ins Bewusstsein, in denen ich auch Stress hatte und aus denen ich früher oder später herausgekommen bin. Wie es war, als es mir wieder gut ging, wie ich mich da gefühlt habe. Ich lasse diese Bilder vor meinem inneren Auge ablaufen und versuche mich in die dazugehörigen Gefühle hinein zu fühlen.

Wenn in einer solchen Situation meine aktuellen Sorgen in den Vordergrund kommen, dann lasse ich es nicht dazu kommen.
Ich nehme diese Sorgen wahr und sage mir aktiv, ja, das ist gerade meine Situation, aber jetzt denke ich an andere Dinge. Und dann gehe ich zurück zu dem Punkt, an dem ich vorher war, zu dem inneren Bild, dass ich zuletzt hatte. Und daraus schöpfe ich meine Hoffnung, denn in solch einem Moment wird mir klar, dass es nach einem Tief auch wieder ein Hoch geben wird.

Dieses Bewusstsein gibt mir Kraft, dass es auch diesmal so sein wird - und dann können die negativen Gedanken mich auch nicht mehr so erreichen und herunterziehen, denn sie haben durch die inneren Bilder an Wirkung verloren.





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