Von einem lieben Kollegen erhielt ich eine Weihnachtsmail. Im Betreff stand: "Was wäre, wenn Weihnachten einfach ausfiele?"
Ich find seine Gedanken dazu schön und gebe sie im Original wieder:
Nahezu erwartungsgemäß ist in der Vorweihnachtszeit wenig Besinnlichkeit spürbar, die Hatz geht bis kurz vor den Feiertagen munter weiter. Viele wundern sich, „wo das Jahr eigentlich geblieben ist". Wir werden offenbar immer schneller und effizienter - weshalb dann nicht Weihnachten ausfallen lassen und einfach „durchziehen"?
Jenseits des Geschenketausches, der Verwandtenbesuche oder anderer Rituale entfiele damit eine wichtige Chance, die uns die Feiertage bieten.
Denn Weihnachten und die berühmten „Tage zwischen den Jahren" sind die Zeit, in der Innehalten und Ruhe sozial erlaubt sind. Hier wundert sich niemand, wenn Mails über mehrere Tage nicht beantwortet werden, Anrufe bei der Mailbox landen und Termine schlichtweg nicht möglich sind. Dies gibt vielen endlich die Entlastung, sich einmal nicht kümmern zu müssen. Mancher kennt vielleicht noch die Zeiten, in denen dies auch für Urlaube oder Krankheitsphasen galt - welche verlangsamte Steinzeit das gewesen sein muss.Jenseits des Geschenketausches, der Verwandtenbesuche oder anderer Rituale entfiele damit eine wichtige Chance, die uns die Feiertage bieten.
Denn Weihnachten und die berühmten „Tage zwischen den Jahren" sind die Zeit, in der Innehalten und Ruhe sozial erlaubt sind. Hier wundert sich niemand, wenn Mails über mehrere Tage nicht beantwortet werden, Anrufe bei der Mailbox landen und Termine schlichtweg nicht möglich sind. Dies gibt vielen endlich die Entlastung, sich einmal nicht kümmern zu müssen. Mancher kennt vielleicht noch die Zeiten, in denen dies auch für Urlaube oder Krankheitsphasen galt - welche verlangsamte Steinzeit das gewesen sein muss.
Innehalten ist jedoch kein Selbstläufer. Wer über das Jahr hinweg in permanenter innerer Aufgeregtheit verbracht hat, ständig Handlungs- oder Zukunftsentscheidungen zu treffen hatte, legt den Schalter nicht einfach so um. Man kann natürlich auch die ruhigen Tage verplanen und sie in Geschäftigkeit aller Art begehen oder bereits die großen Planungen für 2010 beginnen.
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Um den Schalter umzulegen, steht am Anfang das Loslassen. Dafür empfehlen sich Aktivitäten, die keine besondere Aufmerksamkeit fordern, die eigenen Sinne wecken oder einfach gänzlich anders sind als der Alltag. Das mögen ausgedehnte Spaziergänge, Saunabesuche, die eigene Weihnachtsbäckerei, das große Ausmisten, der lang aufgeschobene Roman oder, oder, oder sein. Als neue Aufgabe im Kalender funktionieren derartige „Abschalthilfen" allerdings nicht, sie entstehen am ehesten aus dem Impuls, dem Sich-Treiben-Lassen, dem Mal-wieder-Durchatmen....
Ich liebe es zu sehen, wie die Menschen sich immer mehr aus dem Arbeitsleben verabschieden, morgens geht es später los, es ist einfach ruhiger und nicht mehr so betriebsam.
Ja, wenn Weihnachten ausfiele, dann würde alles einfach weitergehen. Dann hätten wir diese Chance nicht zum Innehalten.
Wie schön, dass Weihnachten nicht ausfällt.
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