Ich könnte meinen Tag auch ganz anders beschreiben: Ich musste früh aufstehen, weil ich um 8 Uhr den ersten Termin hatte, der sich prompt um eine halbe Stunde verspätete, woraufhin ich dann in Stress kam, weil meine Planung dadurch wackelte. Von 10 bis 18 Uhr war hier Trubel, jeder wollte was, Pippa war ab 5 Uhr müde, was ständiges Herumtragen bedeutete und als um 8 Uhr endlich alle im Bett lagen, konnte ich mich um den Haushalt kümmern. Jetzt ist 22 Uhr, ich bin todmüde und für mich allein hatte ich heute fast nichts. Wie hört sich das an? Das ist derselbe Tag, nur mit einer anderen Brille betrachtet. Nicht so schön, oder?
Ich versuche meinen Tag aus der ersten Brille zu betrachten. Damit ich das wirklich konsequent tue, schreibe ich mein Glückstagebuch. Da kommt täglich alles rein was schön war. Auch nach einem total anstrengenden Tag - denn es gibt trotzdem immer etwas Positives reinzuschreiben. So bleibt mir am Ende des Tages ein schönes Gefühl, egal wie der Tag vorher war. Seelenhygiene nannte das mal jemand. Passt, finde ich.
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