Donnerstag, 19. November 2009

Mein Energiekonto

Jeder von uns kennt das wohl: Wir haben ganz viel zu tun und erledigen unsere Aufgaben - immer wieder täglich aufs Neue. Viele Dinge, die wir tun, geschehen ganz automatisch, sie gehören dazu und ich hinterfrage sie auch gar nicht. Ich habe das jetzt mal getan, denn ich merkte, dass ich chronisch müde und erschöpft war und das konnte nicht nur an meinem späten-schlafen-gehen liegen. Ich habe mich ein paar Tage selbst beobachtet und geschaut, was sind eigentlich Energiegeber und was sind Energiefresser in meinem Leben. Wie sind sie verteilt und wie oft kommen sie vor?

Und siehe da, ich stellte fest, dass ich sehr viele energieraubende Dinge am Tag tue, dass es rein energiespendende Dinge gibt und auch gleichzeitige Energieräuber und -spender wie Kinder oder Job. Vieles, was mich am Tag Kraft und Energie kostet, lässt sich nicht ändern, es gehört zum Tag dazu und ich möchte das so weitermachen, weil es mir sinnvoll erscheint. So könnte ich zwar Otis Hausaufgaben in der Schule machen lassen, möchte aber lieber ein Auge darauf haben, weil ich denke, dass ich ihm noch mal entscheidende Anstöße geben kann, die er dort nicht bekäme. So ist das Spielen mit Pippa manchmal auch anstrengend, trotzdem soll das zuhause passieren und nicht in einer Krippe oder sonst wo.

Ich habe auch gemerkt, dass mein Konto nicht immer ausgeglichen ist, weil einfach ein paar energiespendende Dinge fehlen. Selbst wenn ich weniger energieraubende Dinge tun würde, ich muss noch gezielter etwas für mich tun, um aktiv Energie für mich zu gewinnen.

Damit habe ich dann heute begonnen. Sprich, ich schaute mir heute morgen an, was alles anliegt und plante dann schon Energietankstationen ein. Und das möchte ich variabel von Tag zu Tag tun, weil jeder Tag anders ist und ich täglich schauen möchte, was ich konkret für mich tun kann.

Ich habe mir heute morgen vorgenommen, entweder tagsüber zu schlafen oder früher ins Bett zu gehen, ich habe mir gezielt eine Stunde frische Luft verordnet und ich habe geschaut, was mir heute, voll verplant von vorne bis hinten, zusätzlich Energie geben könnte.

Hat alles geklappt und als zusätzlichen Energiegeber habe ich mir einen kinderfreien Abend geschaffen, der wirklich mir gehört. Um 20.15 Uhr war selbst Otis im Bett und der Abend gehörte einmal voll und ganz mir, keine Haushaltsdinge, keine Pflichten mehr, nur noch die Kür.

Mal schauen, was ich morgen für mich tun kann, wie die Energietankstellen dann aussehen - da freu ich mich schon richtig drauf! Am Ende kann ich noch ein Energiesparbuch eröffnen.....



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